Corni di Fiasco · Frühling und Herbst
Apulien im Frühling und Herbst
Apulien im Oktober: An der Ionischen Küste hat das Meer um die 21 Grad, und an sonnigen Tagen kann man noch baden; im Mai sind es rund 18, im September rund 25, so warm wie sonst nie im Jahr. Wer hier lebt, behält diese Monate am liebsten für sich.
Wer aus dem Norden kommt, denkt bei Apulien an den Sommer: die Sonne senkrecht über dem Kopf, der glühende Sand, die Schlangen vor den Strandbädern. Wir hier wissen, dass der Sommer die schönste Jahreszeit zum Erzählen ist und die anstrengendste zum Erleben. Die Monate, die wir für uns behalten, sind andere: April, Mai und Juni, bevor der Andrang beginnt; September und Oktober, danach.
In diesen Monaten fehlt das Meer nicht, das Licht ist weicher, die Strände von Campomarino di Maruggio bis Punta Prosciutto sind weit und leer, und die Dörfer gehören wieder denen, die dort leben. Und das Land, das im Sommer nur Gold und Staub ist, hat noch etwas zu erzählen.
Frühling und Herbst in Apulien: die Jahreszeiten andersherum
Hier laufen die Jahreszeiten andersherum. Der Winter ist grün: Mit den ersten Herbstregen kommt das Gras zurück, auf die Felder und unter die Olivenbäume, und die Schafe finden es wieder. Der Sommer ist golden: Ab Juni trocknet das Gras, die Felder werden strohfarben, und grün bleiben nur die Olivenbäume und die Macchia.
Der Frühling ist also die Zeit, in der sich das Grün des Winters mit Blumen füllt, bevor die Sonne es verbrennt. Der Herbst ist das Warten auf den ersten Regen, mit einem Meer, das noch die Wärme des Sommers hat.
Wasser- und Lufttemperatur, Monat für Monat
| Monat | Wassertemperatur | Lufttemperatur (mittlere Tageshöchstwerte) | Was passiert |
|---|---|---|---|
| April | um 15 °C | um 18 °C | wilde Orchideen, Zistrosen, Wanderungen |
| Mai | um 18 °C | um 23 °C | Mohn, Cantine Aperte, die ersten Badetage |
| Juni | um 22–23 °C | um 27 °C | das Gras wird golden, lange Tage |
| September | um 25 °C | um 26 °C | das wärmste Meer, die Weinlese |
| Oktober | um 21 °C | um 22 °C | erste Regenfälle; Ende des Monats die Olivenernte |
Das sind gerundete Mittelwerte der letzten Jahrzehnte in Tarent: Jedes Jahr macht, was es will, und der Wind zählt mehr als das Thermometer. Bei Tramontana ist das Meer klar und die Luft trocken; mit dem Scirocco kommt die Feuchtigkeit. Davon erzählen wir im Kapitel „Scirocco oder Tramontana?“.
Meer um 15 °C
April: wilde Orchideen und Wanderungen in den Dünen
Im April ist noch alles grün. Auf den Wiesen unter den Olivenbäumen und in den Dünen blühen die wilden Orchideen: In Apulien hat man mehr als hundert Arten gezählt, die meisten davon kleine Ragwurzen, Ophrys, die ein Insekt nachahmen und die man nur bemerkt, wenn man nach unten schaut. In der Macchia öffnen sich die Zistrosen, weiß und rosa.

Das Meer ist frisch, um die 15 Grad: Man geht mit den Füßen hinein, oder man badet, wenn man die Ostsee gewohnt ist. Mittags hat die Luft rund 18 Grad, abends braucht man einen Pullover. Es ist der Monat der langen Wanderungen: auf den Stegen durch die Dünen von Campomarino, am Ufer entlang bis Torre Colimena, zur Salina dei Monaci, wo im Frühling die Zugvögel Rast machen und wo man die Flamingos beobachtet.
Fällt Ostern in den April, erlebt man in Tarent, eine halbe Stunde von hier, die Karwoche: Am Gründonnerstag gehen die perdùne, die Bruderschaftsmitglieder mit Kapuze, paarweise und mit unendlich langsamem Schritt von einem Heiligen Grab zum nächsten, und am Karfreitag zieht die Prozession der Misteri aus, die erst am Samstagmorgen zurückkehrt. Davon erzählen wir in den Geschichten.
Meer um 18 °C
Mai: die ersten Badetage und Cantine Aperte
Im Mai füllen sich die Olivenhaine mit Mohn. Das Meer steigt auf rund 18 Grad, die Luft auf etwa 23: die ersten richtigen Badetage, für alle, die kein frisches Wasser scheuen, und die ersten Mittagessen unter der Pergola.

Am letzten Maiwochenende öffnen die Weingüter ihre Türen für Cantine Aperte, und in Manduria, zwanzig Minuten entfernt, probiert man den Primitivo genau dort, wo er gemacht wird. An den übrigen Tagen bucht man die Weinproben vorher.
Gegen Ende des Monats öffnen die Strandbäder. Bis dahin sind die Strände frei, in jedem Sinn des Wortes.
Meer um 22–23 °C
Juni: das Land wird golden
Im Juni wechselt das Land die Farbe. Das Gras trocknet, die Zikaden setzen ein, und das Grün weicht dem Gold. Das Meer steigt über 22 Grad und wird zu dem Meer aus den Fotos: bei Tramontana eine durchsichtige, glatte Fläche, bei Scirocco ein paar Wellen.

Die Tage sind die längsten des Jahres, und die Sonne geht im Meer unter: Auf dieser Seite Apuliens, an der Ionischen Küste, steigt die Sonne nicht aus dem Wasser, sie versinkt darin. Abends isst man draußen, und man beginnt zu verstehen, warum man hier von Mai bis Oktober im Freien lebt.
Gegenüber Juli und August hat der Juni einen Vorteil, der zählt: Man kommt noch ohne Stau voran, und in den Restaurants am Meer bekommt man einen Tisch, ohne eine Woche vorher reservieren zu müssen.
Meer um 25 °C
September: das wärmste Meer des Jahres
Der September ist der Monat des Meeres. Das Wasser hat den ganzen Sommer gespeichert und ist so warm wie sonst nie im Jahr, um die 25 Grad; die Luft geht auf rund 26 zurück, genau die richtige Wärme. Mitte des Monats endet die offizielle Badesaison, und viele Strandbäder schließen: Die Strände bleiben, und sie bleiben leer. Welche es sind und wie man hinkommt, steht auf der Seite Strände bei Maruggio.
Es ist auch der Monat der Weinlese. Der Primitivo heißt so, weil er vor den anderen reif wird: Ende August beginnt die Lese, und sie geht den September hindurch weiter. Über die Felder fahren Traktoren voller Kisten, und rund um Manduria riecht die Luft nach Most.

Im Garten reifen die Kaktusfeigen, und die Granatäpfel beginnen aufzuspringen. Im September endete früher der Sommer fòri, in dem die Familien bis zur Weinlese draußen auf dem Land lebten und dann in den Ort zurückkehrten: Valerio erzählt davon in den Geschichten.
Meer um 21 °C
Oktober: Baden bei 21 Grad und Olivenernte
Der Oktober ist der Monat der Überraschungen. Das Meer hat noch um die 21 Grad, mehr als so manches Meer im Norden im August, und an Tagen mit Tramontana schwimmt man wie im September. Mittags hat die Luft rund 22 Grad.
Es kommen auch die ersten richtigen Regenfälle, und der Oktober ist einer der regenreichsten Monate des Jahres: Meist kommt der Regen aber als Gewitter, und danach scheint wieder die Sonne. Nach dem ersten Gewitter sprießt innerhalb einer Woche das Gras, und das Land wird wieder grün.
Zwischen Ende Oktober und Anfang November werden rund um Corni di Fiasco die Oliven geerntet. Unter den Bäumen liegen Netze, grüne, schwarze, orangefarbene, ausgebreitet wie Tischdecken nach einem langen Mittagessen. Früh am Morgen hört man Stimmen und die Erntekämme, lange Stangen mit einem vibrierenden Kopf, der die Zweige schüttelt: Die Oliven regnen auf das Netz, Blätter und Zweige werden aussortiert, und alles kommt in die Kisten. Was von selbst heruntergefallen ist, wird nicht aufgelesen: Daraus wird kein gutes Öl.

Die Oliven warten nicht. Wer gut arbeitet, bringt sie noch am selben Tag zur Ölmühle, und in diesen Wochen stehen die Traktoren vor den Mühlen Schlange. Frisch gepresstes Öl hat mit dem aus dem Supermarkt wenig gemein: Es ist grün, manchmal trüb, und es kratzt im Hals. Am besten probiert man es auf die einfachste Art: eine Scheibe geröstetes Brot, ein wenig Öl darüber, eine Prise Salz. Sonst nichts.
Nicht alles Öl dieses Landes landete früher auf dem Tisch. Das stark säurehaltige, dunkle Öl, das lampante, wurde in Ölmühlen verarbeitet, die in den Fels gehauen waren, und ging vom Hafen Gallipoli aus nach Nordeuropa: Bevor das Gas kam, beleuchtete dieses Land auch die Straßen von London. Wir erzählen davon in den Geschichten.
Mit dem November beginnt der Winter, und der ist hier keine Jahreszeit, die man meiden sollte: Die Strände sind leer, die Tage mild, und das Haus öffnet sich für alle, die länger bleiben und hier überwintern wollen.
Wie lange bleiben
Im April und im Oktober beträgt der Mindestaufenthalt 5 Nächte, von Mai bis September 7. Höchstens sind es, zu jeder Jahreszeit, 28 Nächte. Die Rabatte für lange Aufenthalte gelten im Winter, vom 1. November bis 25. März, bei Direktbuchung, ausgenommen 20. Dezember bis 6. Januar; für Frühling und Herbst finden Sie Preise und Verfügbarkeit auf der Buchungsseite.
Häufige Fragen
Kann man in Apulien im Oktober noch baden?
Ja, an sonnigen Tagen. Das Meer hat um die 21 Grad, und bei Tramontana ist es klar und ruhig.
Wie warm ist das Meer in Apulien im Mai?
Rund 18 Grad im Mittel: Die ersten Badetage sind etwas für alle, die kein frisches Wasser scheuen. Im Juni steigt es über 22.
Wann ist die beste Reisezeit für Apulien, wenn man baden will, aber ohne Gedränge?
September: Das Wasser ist so warm wie sonst nie im Jahr, und Mitte des Monats schließen viele Strandbäder. Der Juni ist die Alternative, mit etwas kühlerem Meer.
Ist der Pool von Corni di Fiasco im April und im Oktober geöffnet?
Ja, im April und im Oktober ist der Pool geöffnet.
Wann haben die Strandbäder an der Ionischen Küste geöffnet?
Von Ende Mai bis Mitte September, ungefähr: Die genauen Daten ändern sich jedes Jahr. Außerhalb der Saison bleiben die freien Strände, und das eine oder andere Strandbad, das geöffnet bleibt.
Wie lange muss man in Corni di Fiasco mindestens bleiben?
5 Nächte im April und im Oktober, 7 von Mai bis September; höchstens 28 Nächte.
Das Meer im September, die Blumen im April.